Lygodactylus williamsi

Lygodactylus williamsi kommen im  Tansania vor. (siehe hierzu Verbreitungsgebiet).

Die Männchen erreichen eine KRL von ca. 40-42mm, die Weibchen bleiben mit 36-38mm kleiner.

Insgesamt beträgt die maximale Größe von L.williamsi ca. 85mm.

Die Grundfärbung ist bei Männchen türkisblau und bei Weibchen bronzegrün.

Von Kopf bis zum Nacken zieht sich ein schwarzer Streifen. 

Weitere Informationen zum Aussehen kann man in verschiedenen Literaturquellen entnehmen.   

Wissenschaftlicher Name:

Lygodactylus williamsi

Deutscher Name:

Türkisblauer Zwerggecko

 

Schutzstatus:

WAII

Adultgröße:

KRL Männchen: 40-42 mm

KRL Weibchen: 36-38 mm

Lebenserwartung:

5-8 Jahre

Verbreitungsgebiet:

Tansania (Kimboza Forest, Ruvu Forest Reserve, Muhalama und Mbagalala)

Nahrung:

(kleine Insekten) Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Fliegen, Bohnenkäfer, Wachsmottenlarven, Ofenfischen, Asseln, Blattläuse, Schaben, Springschwänze, Fruchtbrei.

Wasserbedarf:

Täglich

(wobei die Tiere auch mal 1 Tage ohne Wasser auskommen. Dabei sollte man aber auch die sehr heißen Sommer beachten, die es auch in Deutschland gibt, sowie den Standort des Terrariums).   

Geschlechter

Männchen 1.0.0

 

Anzahl Pränalporren: 7 

 

Besondere  Merkmale/Aussehen:

Männchen kann man sehr gut an der türkisblauen Grundfärbung und der schwarzen Kehle der Tiere erkennen. Je Älter die Männchen werden um so dunkler wird die  Kehlfärbung.

Außerdem haben die Männchen einen deutlich erkennbaren verdickten Schwanzansatz, hier sieht man auch die zwei Hemipenistaschen. Meist kann man auch ein Sekret bei den Pränalporren erkennen. Ein weiteres Merkmal sind die weißen Schuppen des Pseudo-Escutcheons.

Weibchen 0.1.0

 

Anzahl Eier: 1-2, Durchmesser ca. 6-8mm

 

Besondere  Merkmale/Aussehen:

Weibchen unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Färbung von der Farbe der Männchen.  Die Grundfärbung der Weibchen ist bronzegrün.

Bei der Geschlechtsbestimmung gibt es einige wesentliche Unterschiede zum den Männchen. Die Grundfärbung sollte man nur als eines der letzten Mittel nehmen um das Geschlecht zu bestimmen. Junge Männchen können eine ähnliche Färbung haben wie Weibchen. Auch die Kehlfärbung sollte man nur als eines der letzten Mittel zur Geschlechtsbestimmung verwenden. Deutliche Merkmale um genau das Geschlecht zu bestimmen sind der Schwanzansatz und die nicht vorhandenen weißen Schuppen des Pseudo-Escutcheons.

Jungtiere 0.0.1

 

Besondere Merkmale/Aussehen:

Jungtiere von Lygodactylus williamsi haben eine Grundfärbung von grün bis bronzegrün diese Farbe ähnelt oft der Färbung von Weibchen. Die Bauchseite bei Jungtieren ist meist gräulich. Vorder- und Hinterbeine sowie der Schwanz sind bei Jungtieren orange. Die Größe der Jungtiere ist zwischen 14-17mm.

Fortpflanzung

Die meisten Lygodactylus-Arten werden mit ca. 9-15 Monaten geschlechtsreif.

Jedoch hat es sich bei mir bewährt die Tiere erst mit 14-18 Monaten zu verpaaren.

Die Paarung findet ganz jährig statt. Nach einer erfolgreichen Paarung klebt das Weibchen im Abstand von 4-6 Wochen, meist versteckt in Filmdosen, Bambus, Bromelienachsen  oder hinter Korkrinden  1-2 Eier ab die ca. 6-8mm groß sind. Einzel Eier können teilweise etwas größer sein.

Die Tiere machen bei mir automatisch von selbst lege Pausen.

Diese sind meist zwischen Juli-September und zwischen Dezember-Februar.

Wenn man die Möglichkeit hat die Eier aus dem Terrarium zu nehmen sollte man dies tun.

Bei der Inkubation konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen, dass die Temperatur einen großen Unterschied macht ob mehr Weibchen oder mehr Männchen rauskommen.

Für weitere Infos über die Paarung bei Geckos kann man sich wieder in der richtigen Literatur informieren.   

Haltung

Ich halte meine L.williamsi in Forex-Terrarien von den Größen 50x50x60cm 1.1 – 1.2 Geckos. Hier muss man sehr genau beobachten wie sich die Weibchen untereinander vertragen da es hier öfters zu ärger kommen kann. Der Deckel besteht aus einer großen Gazeöffnung. Die Terrarien wurden so gebaut das die kleinen Geckos sowie Futtertiere nicht aus dem Terrarium abhauen können, sowie das die Geckos und Futtertiere nicht hinter der Rückwand verschwinden. Für die Verkleidung der Rückwände habe ich die T.Hoffmannmethode gewählt. Diese Rückwand besteht aus einem eingefärbten Fassadenputzer. Der große Vorteil bei dieser Methode ist die Reinigung. Der Bodengrund besteht bei mir im unteren Drittel aus einer Drainageschicht (Blähton).Auf die Drainageschicht kommt ein feines Aquariumfließ um ein Vermischen von Erde/Sand und Bläthon zu vermeiden. Das Erde/Sand Gemisch besteht aus 1/3 Torf, 2/3 Kokushumus und etwas Sand (Vogelsand). Der Bodengrund sollte mit Springschwänzen und Asseln angeimpft werden. Weiterhin kann man den Boden mit etwas Laub bestreuen. Für die Eiablage wurden Legeröhren aus PVC gebaut in denen man Filmdosen einschieben kann. Für die Einrichtung sollte man Äste mit verschiedenen Durchmessern wählen. Ich nutze hierzu Eichenäste und Bambus. Zum Verstecken sollte man noch große Rindenstücke hochkant ins Terrarium stellen oder die Bambusstäbe modifizieren. Als Bepflanzung verwende ich hauptsächlich Bromelien und Bogenhanf (Sansevieria). Für die Beleuchtung verwende ich Leuchtstoffröhren mit einen UVA- und UVB –Anteil. Weiterhin sind je nach Terragröße noch LED-Lampen mit 6300 Kelvin, Kaltweiß, Halogenlampen (Wärmeleuchte) und LED-Bluelight für die Nacht verbaut. Weitere Informationen über die Einrichtung oder ähnliches findet man in Fachbüchern oder in Foren im Internet.

L.williams gehört wohl zu den am meisten gehaltenen Lygodactylus -Art in der der Terraristik. Daher kann man hier sehr viele verschiedene Haltungsberichte im Internet finden. Welche Haltung man bevorzugt ist jedem selbst überlassen. Jedoch sollte man hier immer die Bedürfnisse der Geckos in den Vordergrund stellen und nicht die Bedürfnisse des Halters. Nach einer sehr sorgfältigen Vorbereitung sind L.williamsi auch für Anfänger geeignet.

Terrarium

Ausgangswert ist eine KRL von ca. 4,2cm

Baum-, Busch-, Pflanzenbewohner

LxBxH

 

Boden-, Fels-, Steinbewohner

LxBxH

1.1

26x26x34cm

 

1.2

30x30x40cm

 

1.3

34x34x45cm

 

1.4

38x38x50cm

 

Bemerkung:

  • Die Angaben ergeben sich aus dem Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung für Reptilien (Bundesmininsterium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 1997).
  • Die Rechenformel lautet. KRL 6x6x8 (Länge/Breite/Höhe)
  • Die min. Anforderungen sollte man nicht unterschreiten. (Nach meiner Erfahrung ist es aber bei manchen Arten vollkommen ausreichend.  

Beleuchtung

Sommer

Winter

UVA

14-16 Stunden

12-14 Stunden

UVB

14-16 Stunden

12-14 Stunden

LED (Tageslicht)

Je nach Größe vom Terrarium

14-16 Stunden

Je nach Größe vom Terrarium

12-14 Stunden

LED (Nachtlicht)

Wenn man möchte

4 Stunden

Wenn man möchte

4 Stunden

Wärmelampe

Je nach Größe vom Terrarium

2-4 täglich ca. 30-45 Minuten

Je nach Größe vom Terrarium

2 täglich ca. 30-45 Minuten

Bemerkung:

  • Welche Leuchten von UVA/UVB etc. gekauft werden sollen, muss jeder selber für sich herausfinden. Hier gibt es kein perfektes Rezept!!!
  • Eine Winterruhe ist für die Zucht zweckmäßig.

Luftfeuchtigkeit

Angaben in %

Tag

50-60

Nacht

60-75

Bemerkung:

  • Staunässe vermeiden!!!

Temperatur

Sommer

Winter

Tag

25-30°C

23-28°C

Nacht

20-22°C

18-20°C

Punktuell

30-35°C

30-35°C

Bemerkung:

  • Terrariengröße zwecks Temperatur beachten!!!
  • Nicht immer ist eine 150 Watt Wärmelampe optimal für ein 30x30x40 cm Terrarium!!! 

Habitat

 

Mischwald

 

Laubwald

x

Nadelwald

 

Regenwald

x

Küstenwald

 

Feucht Wälder

 

Offene Wälder

 

Buschlandschaften

 

Mittelgebirge (Baumgrenze)

 

Hochgebirge

 

Savanne

 

Steinwüste  
Wüste  

Bemerkung:

  • Die Terrarien sollten für diese Art etwas trocken eingerichtet und betrieben werden!!!

Bodengrund

Menge

Erde (Wald oder ähnliches)

sehr gut geeignet

Torf

gut geeignet

Kokoshumus

gut geeignet

Sand

zum Mischen geeignet

Kies

zum Gestalten des Bodens geeignet

Blähton

als Drainage geeignet

Laub

zum Gestalten des Bodens geeignet

Pinienrinde

zum Gestalten des Bodens geeignet

Korkgranulat

für Quarantänebecken geeignet

Bemerkung:

  • Siehe hierzu auch Einrichtung Terrarium.
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© Florian Pfrogner