Terrarien und Technik

Auf den folgenden Unterpunkten möchte ich euch meine Erfahrungen mit verschiedenen Terrarien, Beleuchtungen, Beregnugnsanlagen, Thermometer, Hygrometer, Einrichtungsgegenständen und Inkubator mitteilen.

 

Natürlich stellen sich hier nun einige Leute die Frage wie das funktonieren kann oder andere Leute sagen der hat einen völligen Schlag (sowas kann nicht funktionieren).

In erste Linie kommt es aber immer darauf an das die Geckos ein guten Lebensraum in ihrem Terrarium haben.

Viele Halter von Zwerggeckos (spezial bei L.williamsi) wollen sich mit ihren ach so tollen Terrarien im Internet (Facebook oder andere Internetseite) in das Rampenlicht spielen.

Was will ich nochmal damit sagen; es kommt nicht auf die Bedürfnisse des Halters an, sondern auf die Bedürfnisse des Geckos. Viele Leute wundern sich immer das ihre Geckos Probleme im Terrarium haben. Dies ist auch kein Wunder wenn man seine Bedürfnisse von einer GEILEN ANLAGE ODER TERRA in den Vordergrund stellt. Ein 100x100x80cm hört sich zwar super groß an und es sind alle Bedürfnisse des Geckos gesichert, aber hier muss ich schon einmal in meinen persönlichen Erfahrungen den meisten Leuten den Zahn ziehen. Nach meinen ersten Erfahrungen in der Haltung von Lygodactylus musste ich feststellen  um so größer um so schlechter ist es für die Geckos.

Warum? (Hier möchte ich euch einige, eigene Erfahrungen mitgeben)

*Oft wird eine Falsch Beleuchtung für die Terrarien gewählt

*Geckos finden teilweise keine Nahrung, insbesonders ist mir dies in den Gruppenhaltungen aufgefallen

*Geckos können auf Grund der Vegetation kaum kontroliert werden (Wichtig um zu prüfen wie der Gesundheitszustand der Geckos ist)

*Jungtiere und Eier werden oft nicht gefunden (Kanibalismus und unkontrollierte Geburtenraten)

*Futtertiere können sich im Terrarium unkontrolliert vermehren

(insbesonders bei Schaben und Heimchen ein großes Problem)

*Das richtige Reinigen stellt sich als sehr schwierig dar

*Tote Tier werden oft sehr spät gefunden

*Das Klima ist teilweise sehr schwierig zu kontrollieren

In den folgenden Zeilen möchte ich ihnen den Aufbau meiner Terrarien aufzeigen.

Hier muss natürlich jeder für sich entscheiden was er macht!

Ich habe für mich festgestellt das teilweise weniger mehr ist als zuviel.

Die Grundausstattung sollte aber immer die Mindestgröße für die zuhaltende Geckos sein.

Sollte man ein entsprechendes Terrarium erworben haben kommt die Einrichtung. Für meine Lygodactylus hat sich folgender Aufbau bewährt.

Die Wände der Terrarien kann man mit Korkplatten, Fliesenkleber, Latex-Torfmischung oder der T.Hoffmann-Methode gestalten. Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten wie man die Seitenwände gestalten kann.

Hat man die Seitenwände der Terrarien gestaltet kommt im Anschluss der Bodengrund rein. Zu Beginn kommt eine 3-5 cm Drainageschicht aus Lavagestein oder Bläthon.

Danach kann man Aquariumfleece darauf legen.

Auf das Fleece bringt man im Anschluss die Erde auf 5-7cm. (Hier hat sich bei mir eine Mischung aus Torf-Sand und Kokushumos bewährt).

Die Erde kann im Anschluss mit Springschwänzen und Asseln angeimpft werden.

Wenn der Bodengrund eingebracht wurde kann man sich an die eigentliche Einrichtung machen. Diese besteht aus verschiedenen Ästen in verschiedenen Größen und Stärken.

Diese werden senkrecht und waagrecht so in das Terrarium fest verbaut das sie nicht mehr umfallen können.

Außerdem kann man noch Rindenstücke ins Terrarium stellen.

Auf den Bodengrund kann man noch einige Eichen-, Mango-, Bananen-, Kakau-, Bambus-, oder Seemandelbaumblätter  legen. Außerdem bietet es sich an das man noch einige Rindenstücke auf den Boden legt, hier finden Asseln und Springschwänze immer eine Feuchtstelle und haben die Möglichkeit sich zu vermehren und zu verstecken. Auch kann man natürlich den Boden mit Moos auslegen.

Natürlich sollten Pflanzen im Terrarium nicht fehlen. Hierfür kann man die Pflanzen entweder direkt ins Terrarium pflanzen oder die Pflanzen in einen Blumentopf. Optisch schön sieht es auch aus wenn man Blumentöpfe in Korkröhren stellt. Eine andere Möglichkeit ist es das man die Blumentöpfe mit einer Erd-Latexmischung oder Moos ummandelt.

Als weitere Ausstatung sollte man sich nun um die Technik kümmern. Ins Terrarium sollte man auf jedenfall ein Thermometer & Hygrometer platzieren, damit man die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit ablesen kann. Hierfür gibt es verschiedene Modelle.

Gößtes Augenmerk sollte man im Anschluss auf die Beleuchtung legen. Optimal sind Leuchten mit einen UVA und UVB Anteil. Hierfür findet man wieder verschiedene Hersteller in verschiedenen Preisklassen und auch in verschiedenen Qualitätsklassen.

Weiterhin bietet es sich an das man verschiedene Sonnenplätze anbringt. Hierfür findet man ebenfalls wieder verschiedene Artikel. Zum Ausleuchten und für die Nacht kann man noch LED´s

verbauen.

Die Steuerung der Lichter, LED´s und Sonnenplätze steurt man mit Hilfe einer Zeitschaltuhr.

Weitere Optionen sind noch das man eine Regenanlage in das Terarrium einbaut. (Achtung wenn man selbst bei Glasterrarien Löcher bohren möchte um die Düsen zu installieren).

Es bietet sich auch an eine kleine Wasserschale zur Verfügung zu stellen. Dies dient dazu das die Tiere immer wieder etwas Flüssigkeit aufnehmen können.

Sepiaschalen kann man ebenfalls ins Terrarium hängen damit die Weibchen immer ausreichend Calcium finden.

Ich selbst habe noch in meine Terrarien Eiablageplätze mit Filmdosen eingebaut. Derzeit werden diese Eiablageplätze gerne von den Tieren angenommen.

Eiablageplätze

 

Wasserschale

Wenn man all diese Dinge geschafft hat heißt es mindestens 1-4 Wochen warten bis sich ein Microklima gebildet hat. Erst danach sollte man die Geckos in das neue Terrarium einsetzen.

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© Florian Pfrogner